Hauttumoren entstehen durch Neubildung von Gewebe auf der Haut oder in der verschiedenen Hautschichten. Der Begriff Tumor bedeutet eigentlich nur Geschwulst und sagt nichts darüber aus, ob eine Hautveränderung gut- oder bösartig ist. Um zu entscheiden, ob ein Hauttumor gutartig oder bösartig ist und ob die Gefahr besteht, dass verdächtiges Gewebe später einmal bösartig werden könnte, ist in den meisten Fällen zur klinischen Untersuchung auch eine Histologie notwendig.

Es gibt eine Vielzahl gutartiger, meist rein kosmetisch störende Hauttumore (z.B.  Fettgewebsgeschwülste (Lipome), Grützbeutel (Atherome), Fetteinlagerungen in der Lidhaut (Xanthelasmen), Muttermalen (Naevi), Bindegewebstumore (u.a. Fibrome, Stielwarzen), seborrhoische Alterswarzen, und Hämangiome (Blutschwämme)).

Gutartige Hautveränderungen werden häufig aus rein kosmetischen Gründen entfernt. In einigen Fällen stören sie wiederum wegen ungünstiger Lage durch Scheuern oder Entzündungsgefahr. Die Entscheidung darüber, inwieweit eindeutig gutartige Veränderungen entfernt werden sollen, liegt jedoch ganz bei Ihnen. Bei V.a. bösartigen Hautveränderungen (z.B.  Muttermale, die sich plötzlich verändern bzw. an Anzahl und / oder Größe zunehmen, die Farbe ändern oder anfangen zu bluten) ist eine Entfernung und feingewebliche Untersuchung dringend geraten.

Entfernung von Hauttumoren erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung. Angewandt werden sowohl „klassische“ chirurgische Verfahren (Exzision mit Skalpell und Hautnaht) als auch moderne therapeutische Verfahren wie Laserchirurgie oder die Kombination mehrerer Techniken. Bei allen Eingriffen – insbesondere im Gesichtsbereich – werden die Schnitte so gesetzt, dass möglichst wenig Narbengewebe entsteht und ein kosmetisch möglichst unauffälliges Resultat erreicht wird.

Hautfäden werden in der Regel nach 5- 14 Tagen, abhängig von der jeweiligen Körperstelle, nach der Operation entfernt. Bei Intrakutannahttechnik müssen die Fäden meist nicht gezogen werden, da sie sich mit der Zeit von selbst auflösen. Kleinere Hauttumore könne je nach Befund auch mithilfe einer sog. Shave-Exzision (flache Entfernung mittels Skalpell) entfernt werden. Die dabei entstehende Wunde verheilt ähnlich wie eine Schürfwunde und hinterlässt ein sehr gutes kosmetisches Ergebnis.

Die Lasertherapie hat sich für viele Hautprobleme als sichere und schonende Methode bewährt.  Die Hauttumore werden durch den Leserstrahl verdampft ohne dass es zur Zerstörung des umliegenden Gewebes kommt. Da das Tumorgewebe zerstört wird, kann es feingeweblich nicht untersucht werden – dies ist ein Nachteil der Lasertherapie. Deshalb müssen Patienten nach Lasertherapie engmaschig nachuntersucht werden. Bei bösartigen Tumoren oder unklarer Art der Veränderung ist diese Behandlungsmethode deswegen nicht geeignet.

Ob eine Exzision mit dem Skalpell oder eine Lasertherapie für die Behandlung Ihres persönlichen Hautproblems am sinnvollsten ist, wie viele Sitzungen voraussichtlich nötig sein werden, was Sie vor und nach der Behandlung beachten sollten und welchen Erfolg Sie erwarten können, werden wir Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch ausführlich erörtern.